
Landhaus Thurgau
Ausgangslage
Ein Riegelhaus von 1911, zweimal umgebaut. Der Eingang war ein dunkler Durchgang mit drei Türen auf engem Raum, der Wohnraum dahinter überstellt. Die Bauherrschaft wollte keinen Neubau im Altbau, sondern Ruhe.
Konzept
Wir behandeln den Eingang als eigenen Raum und nicht als Korridor. Eine einzige Sichtachse vom Eingang bis zum Fenster im Wohnraum ordnet alles Weitere. Möbliert wird nur, was diese Achse stützt: eine schmale Eichenkonsole, zwei Podeste in unterschiedlicher Höhe, sonst nichts.
Licht und Material
Der Kalkputz ist handverrieben, damit das Streiflicht am Nachmittag eine Struktur zum Arbeiten hat. Wir arbeiten mit drei Materialien statt mit sieben: geölte Eiche, Kalk, Glas. Die Windlichter auf Tannenholzpodesten sind ab 17 Uhr die einzige warme Lichtquelle, alles andere bleibt indirekt.
Ergebnis
Der Eingang wirkt grösser, obwohl kein Quadratmeter dazugekommen ist. Zwei Objekte tragen den Raum, weil alles andere weggelassen wurde.





